2G-Rege­lung im Handel

2G-Rege­lung im Handel

Wie­der ein Kon­junk­tur­pa­ket für die Online­rie­sen auf Kos­ten des regio­na­len Han­dels – BDS mahnt Aner­ken­nung der Hygie­nekon­zep­te an

Berlin/München – Die Minis­ter­prä­si­den­ten­kon­fe­renz beschließt natio­nal ein­heit­li­che Maß­nah­men nach dem Vor­bild Bay­erns. Eine Ver­schär­fung gibt es aller­dings auch für die baye­ri­schen Gewer­be­trei­ben­den. Die 2G-Rege­lung wird auch auf den Han­del mit Aus­nah­me des täg­li­chen Bedarfs ein­ge­führt. Hier­bei stel­len sich wie­der vie­le Fra­gen. Was ist unter „täg­li­chem Bedarf“ zu ver­ste­hen? Dür­fen die Dis­coun­ter wie­der Pro­duk­te des Fach­han­dels ver­trei­ben etc.?

Die Prä­si­den­ten des Bund der Selb­stän­di­gen – Gewer­be­ver­band Bay­ern e.V., Gabrie­le Sehorz mahnt die poli­ti­schen Ent­schei­dungs­trä­ger: „Wie soll ein Fach­händ­ler 2G kon­trol­lie­ren – es bleibt eigent­lich nur die Mög­lich­keit am Ein­gang zu kon­trol­lie­ren. Dies ist mit erheb­li­chem Per­so­nal­mehr­auf­wand ver­bun­den. Dies führt zu höhe­ren Kos­ten bei gleich­zei­ti­ger weni­ger poten­ti­el­len Kunden.“

Die Maß­nah­me ver­la­gert das Geschäft wie­der ver­stärkt zu den Online-Rie­sen. Gera­de das für vie­le Fach­händ­ler über­le­bens­wich­ti­ge Weih­nachts­ge­schäft geht dadurch in erheb­li­chem Maße ver­lo­ren. Die Stär­kung des regio­na­len Han­dels hat eine wei­te­re Absa­ge erhal­ten – und das alles vor dem Hin­ter­grund, dass in den Läden bis­her kei­ne ver­stärk­te Anste­ckungs­ge­fahr bestä­tigt wur­de. Das Sport­fach­ge­schäft darf sei­ne Jog­ging­ho­se nur unter 2G ver­kau­fen, der Dis­coun­ter darf für alle Kun­den sei­ne Türen öff­nen. Wir mah­nen an die­ser Stel­le Gleich­be­rech­ti­gung an,“ zeigt sich Sehorz kämpferisch.