BAFA stellt Bera­ter­pro­gramm vor­zei­tig ein

Das Bun­des­amt für Wirt­schaft und Aus­fuhr­kon­trol­le (BAFA) stellt das Modul zur schnel­len und unbü­ro­kra­ti­schen För­de­rung der Unter­neh­mens­be­ra­tung für Coro­na-betrof­fe­ne Unter­neh­men und Frei­be­ruf­ler ein. Bedingt durch die hohe Nach­fra­ge sind die Mit­tel für die­se spe­zi­el­le För­de­rung bereits erschöpft. Zusätz­li­che Mit­tel kön­nen nicht zur Ver­fü­gung gestellt wer­den. Der För­der­topf von 15,34 Mil­lio­nen Euro erwies sich in Zei­ten der Kri­se als viel zu gering. Zumal sich die Zahl der Neu­be­ra­ter auf­grund der unbü­ro­kra­ti­schen Antrag­stel­lung sprung­haft erhöht hat.
Bereits gestell­te Anträ­ge kön­nen nur bewil­ligt und die För­de­rung an den Bera­ter aus­ge­zahlt wer­den, wenn dies schon in Aus­sicht gestellt wur­de. Ein för­der­fä­hi­ger Ver­wen­dungs­nach­weis und aus­rei­chen­de Haus­halt­mit­tel sind Vor­aus­set­zung dafür. Wur­de das noch nicht in Aus­sicht gestellt, kann es even­tu­ell in den kom­men­den Mona­ten eine Berück­sich­ti­gung in einem Nach­rück­ver­fah­ren geben. Vor­aus­set­zung dafür sind aller­dings aus­rei­chen­de Haushaltsmittel.
Die ande­ren Modu­le zur För­de­rung unter­neh­me­ri­schen Know-hows ermög­li­chen wei­ter­hin geför­der­te Bera­tun­gen. Die­se Modu­le wer­den unver­än­dert fort­ge­führt und ste­hen den Unter­neh­men wei­ter­hin zur Verfügung.
„Wir fan­den die Idee von der Sache her gut, das war aller­dings so nicht durch­führ­bar. Leid­tra­gen­de sind die Solo­selb­stän­di­gen, die in der Kri­se nicht das Geld haben einen nicht uner­heb­li­chen Teil der Bera­tungs­kos­ten zu tra­gen. Wir kri­ti­sie­ren vor allem die Infor­ma­ti­ons­po­li­tik, die hier lang­jäh­rig akkre­di­tier­ten Bera­tern gegen­über an den Tag gelegt wur­de. Die Infor­ma­tio­nen konn­ten nur über die Medi­en und nicht über die BAFA direkt in Erfah­rung gebracht wer­den. Das ist nicht hin­nehm­bar!“, so Lilia­na Gat­te­rer, Prä­si­den­tin des Bun­des der Selb­stän­di­gen Deutsch­land e.V.