BDS kri­ti­siert Ein­stel­lung der KfW-Bera­ter­bör­se

Ob Exis­tenz­grün­der oder erfah­re­ner Selb­stän­di­ger, vie­le Unter­neh­men nut­zen die Mög­lich­keit für ver­schie­de­ne The­men auf die Erfah­rung von Bera­tern zurück­zu­grei­fen. Vie­le Bera­tungs­an­ge­bo­te sind geför­dert, der Staat möch­te damit einen Bei­trag zur erfolg­rei­chen Ent­wick­lung von klei­nen und mitt­le­ren Unter­neh­men in Deutsch­land leis­ten. Umso erstaun­li­cher ist des­halb die Nach­richt, dass die Kre­dit­an­stalt für Wie­der­auf­bau (KfW) zum Jah­res­en­de ihre KfW-Bera­ter­bör­se ein­stel­len wird. In einem offe­nen Brief haben sich der Bund der Selb­stän­di­gen Deutsch­land e.V. und 23 wei­te­re Ver­bän­de an Wirt­schafts­mi­nis­ter Peter  Alt­mai­er (CDU) gewandt und eine Über­prü­fung der Ein­stel­lung der KfW-Bera­ter­bör­se gefor­dert.

War­um braucht es die KfW-Bera­ter­bör­se?

Nach Ansicht des Bund der Selb­stän­di­gen Deutsch­land e.V. erfüllt die KfW-Bera­ter­bör­se meh­re­re Funk­tio­nen, die für Selb­stän­di­ge vor­teil­haft sind. So bie­tet die Platt­form eine neu­tra­le Über­sicht über Bera­te­rin­nen und Bera­ter sowohl mit Blick auf die Unter­neh­mens­pha­se, die Bran­che als auch die viel­fäl­ti­gen The­men­ge­bie­te. Außer­dem lässt sich die Suche regio­nal ein­gren­zen, die gewünsch­te Bera­tungs­er­fah­rung ange­ben und Kun­den­be­wer­tun­gen anse­hen.

Es ist sowohl Wirt­schafts­för­de­run­gen als auch Ban­ken im Rah­men Ihres Neu­tra­li­täts­ge­bo­tes ver­bo­ten ein­zel­ne Bera­ter zu emp­feh­len. Soll­te es in Zukunft für die Selb­stän­di­gen hei­ßen selbst nach Bera­tern suchen zu müs­sen, erhal­ten im Zwei­fel nicht die kom­pe­ten­tes­ten Bera­ter den Zuschlag son­dern die Bera­ter mit der bes­ten Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung bei Goog­le.

Wei­ter­hin ist zu beach­ten, dass in den ver­gan­ge­nen Jah­ren eine erheb­li­che Sum­me an Geld in den Auf­bau und den Betrieb der KfW-Bera­ter­bör­se geflos­sen ist. Stellt man die­se Platt­form nun ein, hät­te man sich die­se Inves­ti­tio­nen in den ver­gan­ge­nen Jah­ren auch spa­ren kön­nen.

Wei­ter den­ken: eine umfas­sen­de För­der­mit­tel­bör­se auf­bau­en

Bereits seit Jah­ren for­dert der Bund der Selb­stän­di­gen Deutsch­land e.V. eine über­sicht­li­che Platt­form zur Infor­ma­ti­on und Bean­tra­gung von kom­mu­na­len, län­der­spe­zi­fi­schen und bun­des­wei­ten För­der­mit­teln. Die­se Platt­form wäre per­fekt mit einer Bera­ter­bör­se kom­bi­nier­bar. Somit hät­ten Selb­stän­di­ge im Sin­ne eines „One Stop Shop“ alle Dienst­leis­tun­gen zum The­ma För­der­mit­tel auf einen Blick und müss­ten sich die­se Infor­ma­tio­nen und die aus­füh­ren­den Bera­ter nicht müh­sam auf ver­schie­de­nen Wegen selbst suchen.

Für uns ist ganz klar, dass die KfW und der zustän­di­ge Wirt­schafts­mi­nis­ter Alt­mai­er hier einen Feh­ler began­gen haben, der kor­ri­giert wer­den muss. Vie­le Bera­ter sind auf dem Markt, die meis­ten machen sehr gute Arbeit, man­che über­zeu­gen aber auch mehr durch Selbst­mar­ke­ting als durch Bera­ter­qua­li­tät. Für Selb­stän­di­ge ist das kaum zu über­prü­fen und fällt meis­tens erst im Bera­tungs­pro­zess auf. Das muss ver­hin­dert wer­den. Wenn es Minis­ter Alt­mai­er wirk­lich um die Exis­tenz­grün­der in Deutsch­land geht, dann muss er nun reagie­ren“, sagt die Prä­si­den­tin des BDS Deutsch­land e.V., Lilia­na Gat­te­rer.

Hier fin­den Sie den voll­stän­di­gen offe­nen Brief: _191113 BAGSV Offe­ner Brief BM Alt­mai­er wg Kfw Beraterboerse_