Kein Bekennt­nis zum Unternehmertum!

Kein Bekennt­nis zum Unternehmertum!
Ent­las­tung ein Schlag ins Gesicht für Hand­werk und Mittelstand

 

Berlin/München – Fast elf Stun­den ver­han­del­ten die Spit­zen der Ber­li­ner Ampel-Koali­ti­on, um eine Eini­gung über die Ent­las­tung von Wirt­schaft und Bür­gern bei den seit dem Ukrai­ne­kon­flikt explo­die­ren­den Ener­gie­kos­ten zu erzie­len. Der von Finanz­mi­nis­ter Lind­ner ins Spiel gebrach­te Tan­kra­batt fin­det kei­ne Anwendung.

Bür­ger sol­len über die Lohn­aus­zah­lung 300€ „Ener­gie­geld“ bekom­men. Die­ses ist ein­kom­mens­steu­er­pflich­tig. Selbst­stän­di­ge erhal­ten dem­nach einen Vor­schuss über eine ein­ma­li­ge Sen­kung ihrer Ein­kom­men­steu­er­vor­aus­zah­lung. Die Ener­gie­steu­ern auf Die­sel sol­len um 14ct, die auf Ben­zin um 30ct gesenkt wer­den. Dies aller­dings nur für drei Monate.

Dass ein Ener­gie­geld an alle Arbeit­neh­mer, an unse­re Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter, aus­be­zahlt wird – dies begrü­ßen wir aus­drück­lich. Die Eini­gung zur Abwick­lung geht aber lei­der wie­der ein­mal zu Las­ten von Unter­neh­men, Hand­werk und Mit­tel­stand! „Durch die Aus­zah­lung über die Löh­ne wird erneut eine staat­li­che Auf­ga­be auf die Betrie­be abge­wälzt und ver­ur­sacht bei uns Unter­neh­mern wie­der zusätz­li­chen Auf­wand und natür­lich auch Kos­ten. Die Anpas­sung von Lohn­ab­rech­nun­gen gibt es nicht zum Null­ta­rif! Es muss schnells­ten geklärt wer­den, wer den Arbeit­ge­ber­an­teil der Sozi­al­ver­si­che­rung bezahlt und wie lan­ge Unter­neh­me­rin­nen und Unter­neh­mer das Ener­gie­geld mit Neben­kos­ten ver­aus­la­gen müssen!

Hin­zu kommt die halb­her­zi­ge Ent­las­tung beim Tan­ken. Die Fahr­zeug­flot­ten der Unter­neh­men sind in der Regel Die­sel betrie­ben – mit dem der­zeit teu­ers­ten Treib­stoff. War­um die­se nun gerin­ger ent­schä­digt wer­den sol­len als die Ben­zin­fah­rer ist nicht schlüs­sig. Es wird wie­der ein­mal Poli­tik auf dem Rücken der Arbeit­ge­be­rin­nen und Arbeit­ge­ber gemacht!“, zeigt sich BDS Prä­si­den­tin Gabrie­le Sehorz verärgert.